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Wer kannte Karl Heinz Früchtning (Thießen) – geb. Feb.1930 in Hamburg?

Geboren im Februar 1930 in Lokstedt (Hamburg) – vermutlich in Kiel aufgewachsen

Im Rahmen meiner privaten Ahnenforschung suche ich Informationen über den Halbbruder meines Großvaters.

Karl Heinz Früchtning wurde im Februar 1930 in Lokstedt (Hamburg) geboren. Ursprünglich dürfte er den Familiennamen Thießen getragen haben und erhielt später – wie auch mein Großvater – durch die Heirat seiner Mutter den Familiennamen Früchtning.

Seine Mutter war Gertrud Agnes Thießen, geb. Ehrlich (*1910 in Kiel, †1963 in Kiel). Bekannt ist, dass sie sich Ende der 1920er bzw. Anfang der 1930er Jahre zeitweise in Hamburg aufhielt.

Im Jahr 1931 heiratete sie in Kiel Ludwig Wrobel (*1903 in Kiel). Die Ehe wurde 1935 in Kiel wieder geschieden.

Mein Großvater Hans Adolf Früchtning wurde 1938 in Kiel geboren und verstarb 1963 ebenfalls in Kiel. Da beide denselben Familiennamen trugen, vermute ich, dass auch Karl Heinz zumindest zeitweise in Kiel gelebt oder dort seine Kindheit verbracht hat. Dafür habe ich bislang jedoch keinen Beleg.

Leider kann ich seine Geburtsurkunde nicht beantragen, da die Schutzfrist für Geburten noch nicht abgelaufen ist. Deshalb versuche ich, über Zeitzeugen, Familien oder andere Ahnenforscher mehr über seinen weiteren Lebensweg zu erfahren.

Wer kann helfen?

  • Kannten Sie einen Karl Heinz Früchtning oder Karl Heinz Thießen?
  • Gibt es in Ihrer Familie die Namen Thießen, Früchtning, Wrobel oder Ehrlich?
  • Haben Sie alte Fotos, Adressbücher oder Familienunterlagen, in denen dieser Name auftaucht?

Ich freue mich über jeden Hinweis – auch wenn er noch so klein erscheint. Oft sind es gerade die kleinen Informationen, die in der Ahnenforschung weiterhelfen.

Vielen Dank!

Fabian Früchtning
https://fruechtning.eu

In eigener Sache – Kieler Woche & Familienforschung

Im Rahmen meiner privaten Ahnen- und Familienforschung zur Familie Früchtning werde ich während der Kieler Woche gelegentlich mit einem eigens gestalteten T-Shirt sowie Flyern unterwegs sein.

Der Hintergrund ist einfach:

Der Familienname Früchtning ist vergleichsweise selten, und vielleicht ergibt sich dadurch der eine oder andere interessante Kontakt, Hinweis oder Austausch mit Menschen aus Schleswig-Holstein und Norddeutschland.

Oft entstehen gerade durch Zufälle, Gespräche oder persönliche Begegnungen neue Erkenntnisse über Familienlinien, regionale Zusammenhänge oder bislang unbekannte Verbindungen.

Vielleicht erkennt jemand den Namen wieder, besitzt alte Unterlagen oder Fotos – oder forscht selbst an verwandten Familienzweigen.

Denn manchmal erfordern seltene Nachnamen eben seltene Methoden. 🙂

Alte Schulunterlagen aus Kiel (1970er): Wertvolle Hinweise für die Ahnenforschung

Zu meiner Mutter pflege ich ein gutes Verhältnis. Deshalb habe ich am Wochenende einmal ihre alten Unterlagen durchgesehen.

Zwar ist nichts wirklich sortiert, aber eines kann man sagen:

Meine Mutter hat so gut wie nichts weggeworfen.

Neben ihrer originalen Geburtsurkunde aus dem Jahr 1960 – die inzwischen deutlich mitgenommen aussieht – fand ich auch ihr originales Mutterheft sowie zwei vollständige Zeugnishefte, inklusive Stempel.

Diese stammen von der Jahnschule (Volksschule), der Theodor-Möller-Schule (Hauptschule) sowie der Freiherr-vom-Stein-Schule (Realschule).

Hier folgen vier Fotos zum Aufklappen.

1/2Zeugnisheft – Volksschulen der Stadt Kiel
2/2 – Zeugnis – Jahn – Schule – Kiel
1/2 – Zeugnisheft – Freiherr-Vom-Stein-Schule Kiel
2/2 – Zeugnis – Theodor-Möller Schule Kiel

Die Schulen im Überblick

Zu den Schulen lässt sich sagen, dass einige heute noch existieren – teilweise jedoch in anderer Form.

Die Jahnschule befand sich im Winterbeker Weg 7, 24114 Kiel (direkt neben der heute noch bestehenden Max-Planck-Schule im Winterbeker Weg 1).

Nach ihrer Schließung wurde das Gebäude bzw. Teile davon von der Max-Planck-Schule übernommen.

Die Theodor-Möller-Schule befand sich in der Allgäuer Straße 30, 24146 Kiel.

Die Freiherr-vom-Stein-Schule lag nur wenige Meter entfernt in der Troppauer Straße 39, ebenfalls in 24146 Kiel.

In den Jahren 2011/2012 fusionierten beide Schulen. Daraus entstand die heutige Lilli-Martius-Schule in der Allgäuer Straße 30 in Kiel.


Ein interessanter Unterschied zu heute

In den älteren Zeugnissen findet sich noch nicht die heute übliche Formulierung

„Unterschrift der Erziehungsberechtigten“.

Stattdessen steht dort:

„Unterschrift des Vaters oder seines Stellvertreters“

Das wirkt aus heutiger Sicht ungewöhnlich, hat aber einen historischen Hintergrund.

Früher galt der Vater (oder ein männlicher Vertreter) rechtlich als Familienoberhaupt und war damit offiziell für die Erziehung und schulischen Angelegenheiten der Kinder verantwortlich.

Konnte der Vater nicht unterschreiben – etwa aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen – war ein Vertreter vorgesehen. Das konnte beispielsweise die Mutter oder ein Vormund sein, auch wenn die Formulierung das nicht direkt widerspiegelt.

Im Laufe der Zeit wurden diese Bezeichnungen angepasst.

Heute findet sich stattdessen meist die geschlechtsneutrale Formulierung:

„Unterschrift der Erziehungsberechtigten“

Das zeigt, wie sich rechtliche und gesellschaftliche Strukturen im Laufe der Zeit verändert haben.

Heinrich oder Heinrich Martin? Eine Namensfrage mit Folgen

Wie es öfter vorkommt, blättere ich durch Akten, die ich zuvor schon mehrfach gelesen habe. Dabei ist mir heute eine handgeschriebene Information ins Auge gestochen.

Es ging um die Akte von Christine Therese Maria Früchtning, der ältesten Tochter, geboren 1889 und verstorben 1907 in der Provinzial-Irrenanstalt in Neustadt in Holstein.

Dort wurden die Namen der Eltern abgefragt, die sie selbst per Hand eintrug.

Dabei wird ihr Vater – mein Ururgroßvater – als Heinrich Martin Früchtning, geboren 1868 in Altona, genannt.

Das Geburtsjahr lässt sich durch die Eheurkunde von Heinrich Früchtning und Elisabeth Christine Wichmann, geboren 1856 in Itzehoe, bestätigen.

Des Weiteren liegt mir das Eheregister meines Urgroßvaters William Cornelius Gustav Früchtning & seiner Ehefrau Gertrud Agens Thießen aus dem Jahr 1945 vor . Dort wird sein Vater als Heinrich Früchtning geführt. Ein expliziter Sterbevermerk fehlt zwar, jedoch ist ausschließlich der „letzte Wohnort“ angegeben. Diese Formulierung deutet erfahrungsgemäß darauf hin, dass er zum Zeitpunkt der Eheschließung bereits verstorben war – allerdings ohne Angabe des Sterbeortes.

Da ich zudem im Besitz einer Haftakte meines Urgroßvaters bin, findet sich dort hinter den Angaben zu seinen Eltern bei Heinrich Früchtning ein Kreuzzeichen (†) mit der Jahreszahl 1926. Daraus lässt sich schließen, dass er im Jahr 1926 verstarb.

Mehrere Indizien sprechen dafür, dass sein Sterbeort Lütjenburg gewesen sein könnte.

Mir selbst liegt bislang weder ein Kirchenbucheintrag noch eine Sterbeurkunde von Heinrich Früchtning vor. Lediglich die Eheurkunde belegt eindeutig seine Existenz.

Ich habe nun das erste Eheregister von William Cornelius Gustav Früchtning beantragt – Die Ehe fand 1924 mit Joahnna Henriette Luise Goldmann in Kiel statt, also 2 Jahre vor dem Tod von Heinrich Früchtning (1926).

In der Hoffnung, dass dort nicht nur die Namen der Eltern, sondern auch deren Geburtsdaten vermerkt sind.

So könnte sich klären:

Hieß er tatsächlich nur Heinrich – oder doch Heinrich Martin Früchtning?

Sobald das Eheregister eingetroffen ist, werde ich den Wohnort von 1924 mit dem letzten bekannten Wohnort laut Eheregister von 1945 vergleichen.

Sollten beide Angaben übereinstimmen, werde ich eine gezielte Anfrage an das zuständige Archiv stellen, um seine Sterbeurkunde zu erhalten.

Diese Urkunde ist ein entscheidender Schlüssel in meiner Forschung.

Da ich mittlerweile auf gut fünf Archivunterlagen warte, werde ich mich nun zunächst wieder der Online-Recherche widmen und Zeitungsportale durchsuchen.

Durch die Hintertür zur gesuchten Information

Eheregister statt Geburtsregister

Da mir eine nicht beglaubigte Kopie des Geburtsregistereintrags von Robert Adolf August Kramer (geb. 1920) aufgrund der noch laufenden Sperrfrist (letzte 4 Jahre) verweigert wurde, habe ich den „Umweg“ über das Eheregister genommen.

Dieses traf heute ein.

Glücklicherweise sind im Eheregister auch die Geburtsdaten der Eltern eingetragen, sodass sich wertvolle neue Informationen ergeben haben.

Zusammenfassung der Erkenntnisse:

Ehemann:

Robert Adolf August Kramer

geb. 1920 in Kiel-Gaarden

Seine Eltern:

  • Mutter: Dora Johanna Früchtning, geb. 1881 in Melsdorf
  • Vater: Adolf Reinhold Kramer, geb. 1878 in Reichhennersdorf
  • Eheschließung der Eltern: 1902 in Kiel

Ehefrau:

Elfriede Lisbeth Brockmann

geb. 1922 in Kiel

Ihre Eltern:

  • Mutter: Johanna Auguste Lilienthal, geb. 1886 in Sorgenau (Russland / ehem. Ostpreußen)
  • Vater: Hans Hugo Brockmann, geb. 1891 in Kiel
  • Eheschließung der Eltern: 1914 in Kiel

Leider konnte ich zu Dora Johanna Früchtning bislang keine weiteren gesicherten Informationen finden.

Daher habe ich nun auch ihr Eheregister angefordert, um eine weitere Generation zurückzugehen.

Ich gehe weiterhin stark von einer familiären Verbindung aus.

Hier geht es zum:

Mögliche noch lebende Nachfahren der Familie Früchtning

Wie ich im vorherigen Beitrag bereits erwähnte, berichtete Artur Früchtning von möglicherweise noch lebenden Onkeln und Tanten.

Aus diesem Anlass habe ich in öffentlich zugänglichen Netzwerken nach möglichen Hinweisen gesucht.

Aus Datenschutz- und Persönlichkeitsgründen werde ich hier selbstverständlich keine Namen oder konkreten Daten lebender Personen veröffentlichen.

Es gibt jedoch Anzeichen dafür, dass in der Region Kiel noch direkte Nachfahren existieren könnten. Erste mögliche Verbindungen ließen sich bereits erkennen.

Über öffentlich zugängliche Wege habe ich vorsichtig Kontakt aufgenommen und freue mich über jede Rückmeldung möglicher Verwandter.

Sollten sich neue, bestätigte Informationen ergeben, werde ich ausschließlich mit ausdrücklicher Zustimmung der betreffenden Personen darüber berichten.

Heiratsurkunde eingetroffen – ein Durchbruch mit Gänsehautmoment

Heute erhielt ich vom Stadtarchiv die Heiratsurkunde von Gertrud Sara Lublow, geborene Ehrlich.

Schon seit einiger Zeit war ich überzeugt, dass es sich bei ihr um meine bekannte Ururgroßmutter Gertrud Thießen, geborene Ehrlich, handeln musste.

Und ich hatte recht.

Der entscheidende Beweis

In der Heiratsurkunde von

Gertrud Sara Lublow, geb. Ehrlich (geb. 1875)

und ihrem Ehemann

Heinrich Friedrich Christian Lublow (geb. 1867)

steht unter dem Namen der Braut eindeutig:

Gertrud Sara Thießen, geborene Ehrlich, Witwe

Damit war der Beweis erbracht:

Nach dem Tod ihres ersten Ehemannes (Ludwig Otto Karl Thießen, geb. 1870) heiratete sie erneut – und ich konnte die Verbindung eindeutig herstellen.

Neue Erkenntnisse über die Familie Ehrlich

Durch diese Urkunde erhielt ich nicht nur die Bestätigung ihrer Identität, sondern auch weitere wichtige Informationen:

Eltern:

Manasse Ehrlich (geb. 1829)

Hulda Ehrlich, geborene Ruben (geb. unbekannt)

Geschwister:

Hermann Ehrlich (geb. 1877)

Hugo Ehrlich (geb. 1871)

Flora Ehrlich (geb. 1865)

sowie weitere Angehörige

Eine verfolgte Familie

Im weiteren Verlauf der Recherche stellte sich heraus, dass es sich bei der Familie Ehrlich um eine vom NS-Regime verfolgte jüdische Familie handelte.

Der zusätzliche Vorname „Sara“ wurde Gertrud nicht freiwillig gegeben, sondern beruhte auf der nationalsozialistischen Namensverordnung von 1938.

Aus dem Reichsgesetzblatt 1938, Teil I:

„Männliche Personen führen zusätzlich den Vornamen Israel, weibliche Personen den Vornamen Sara.“

Diese Vorschrift trat zum 1. Januar 1939 in Kraft und zwang jüdische Menschen zur Annahme dieser Zusatznamen.

Ihr zweiter Ehemann Heinrich Lublow wurde aufgrund der Ehe ebenfalls mitverfolgt.

Mehrere Mitglieder der Familie Ehrlich erscheinen in:

der Deutschen Minderheiten-Volkszählung 1939 sowie in Verzeichnissen jüdischer Holocaust-Gedenkstätten und jüdischer Einwohner Deutschlands 1939–1945

Ein Moment der Gänsehaut

Es sind genau diese Momente in der Ahnenforschung, die unter die Haut gehen.

Was als Suche nach einer Heiratsurkunde begann, führte zu einem erschütternden Kapitel Familiengeschichte.

Ahnenforschung ist nicht nur das Sammeln von Namen und Daten – sie macht Geschichte persönlich.

Zu Vorherigen Beiträgen Betreffend Gertrud Ehrlich:

Weitere Dokumente der Familie Schiefer erhalten

Durch die Tochter K. Schiefer, des Großonkels Walter Schiefer (1930 – 2019) – geboren als Kasper Schiefer (spätere Namensänderung) verheiratet mit Herta Schiefer. geb Voß (1934 – 2025) – sowie durch ihren Ehemann D. Kirchhoff, erhielt ich weitere bedeutende Unterlagen aus dem Familiennachlass.

Dafür gilt beiden mein herzlicher Dank.

Unter den überlassenen Dokumenten befindet sich unter anderem eine Grabsteinrechnung, die ich meinen Urgroßeltern – den Eltern meiner Großeltern – eindeutig zuordnen konnte. Dieses Dokument ist im ausklappbaren Menü einsehbar.

Joseph Gerhard Schiefer & Josephine Schiefer, geb. Ludwig – Grabstein Rechnung

Ebenfalls enthalten war der Lehrbrief von Walter Schiefer, aus dem hervorgeht, dass er seine Ausbildung zum Bäcker bei Bäckermeister Walter Ahrens in Kiel absolvierte und diese am 01.04.1950 erfolgreich abschloss.

Darüber hinaus lag eine Urkunde über die Teilnahme an einem Garnierkursus des Bäckerfachvereins Kiel bei sowie mehrere handgeschriebene Arbeitszeugnisse aus seiner beruflichen Laufbahn. Diese belegen seine Tätigkeiten in folgenden Betrieben:

  • 01.04.1947 – 31.03.1950
    Walter Ahrens – Bäckerei & Konditorei, Kiel-Gaarden, Kaiserstraße 67
  • 03.07.1950 – 12.03.1953
    Paul Wulff – Bäckerei & Konditorei, Kiel-Gaarden, Kirchenweg 53
  • 15.03.1953 – 16.05.1953
    Helmut Günther – Bäckerei & Konditorei, Kiel, Dreieckplatz 10
  • 29.06.1953 – 20.10.1954
    Heinrich Vorbeck – Bäckerei & Konditorei, Kiel, Hollmannstraße 23
  • 11.01.1955 – 19.03.1955
    Hans Koll – Bäckerei & Konditorei, Kiel-Wik, Holtenauer Straße 299

Zu der letzten Station liegt zusätzlich ein Foto vor, das dass Geschäft von außen zeigt.

Bäckerei & Konditorei – Hans Koll – Holtenauer Straße 299, Kiel – Wik
Im Erdgeschoss die Bäckerei und Konditorei Koll

Ein Dank und neue Fortschritte zur Familie Früchtning

Durch Swen L., einem Sohn von Artur Früchtning kam ich in Kontakt mit Arthur Früchtning,

einem Enkel von Maximilian Heinrich Friedrich Früchtning. Und der Sohn von Johann Martin Willy Früchtning

Maximilian Heinrich Friedrich Früchtning war einer der Brüder meines

Urgroßvaters William Kornelius Gustav Früchtning.

Arthur Früchtning stellte mir im Rahmen dieses Austauschs mehrere wichtige Urkunden zur Verfügung, darunter Geburts-, Sterbe- und Eheurkunden.

Dafür gilt ihm mein ausdrücklicher und herzlicher Dank.

Gerade bei einem so seltenen Nachnamen wie Früchtning ist der Kontakt zu lebenden Nachfahren anderer Linien von unschätzbarem Wert. Solche Quellen sind für die genealogische Forschung schlicht Gold.

Besonders bemerkenswert ist dieser Fortschritt, wenn man bedenkt, dass mir diese Linie vor zwei Jahren noch vollständig unbekannt war.

Arthur Früchtning erwähnte zudem, dass es weitere Tanten und Onkel innerhalb seiner Familie gibt. Auch wenn derzeit keine genauen Anschriften vorliegen, sind diese Hinweise für meine Ahnenforschung von großer Bedeutung.

Arthur und ich haben darüber hinaus einen persönlichen Austausch vereinbart – nicht zuletzt, weil wir Cousins zweiten Grades sind.

Neue Sterbeurkunde: Gertrud Sara Lublow, geborene Ehrlich

Heute trage ich die Sterbeurkunde von Gertrud Sara Lublow, geborene Ehrlich, in meine Forschung ein.

Ob es sich bei Gertrud Sara um dieselbe Person handelt wie bei der von mir gesuchten Gertrud, lässt sich eindeutig klären, sobald die Heiratsurkunde vorliegt.

Bereits jetzt sprechen jedoch mehrere Indizien dafür:

• Meine Gertrud bekam 1910 eine Tochter.

• Ebenfalls 1910 verstarb ihr Ehemann.

Die gefundene Gertrud Sara hat laut der vorliegenden Sterbeurkunde zuletzt im Jahr 1912 geheiratet, ebenfalls in Kiel.

Das würde bedeuten, dass sie ein bis zwei Jahre nach dem Tod ihres Mannes erneut geheiratet hat – ein zeitlicher Ablauf, der sowohl vom Alter als auch von den damaligen Lebensumständen her sehr gut passt.

Weitere Übereinstimmungen:

• geboren 1875 in Müncheberg

• gestorben 1942 in Kiel

• der Ehemann der von mir gesuchten Gertrud:

• geboren 1870

• verstorben 1910

Auch hier stimmen die Jahreszahlen, schlüssig überein.


Nächster Schritt

Der nächste Schritt ist daher die Beantragung der Heiratsurkunde.

Diese wird zeigen,

• ob Gertrud bereits einmal verheiratet und verwitwet war,

• und ob es sich bei Gertrud und Gertrud Sara tatsächlich um ein und dieselbe Person handelt.

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