Autor: Fabian (Seite 1 von 2)

Zwei weitere Akten zur Familie Früchtning angefordert

Im Rahmen meiner laufenden Ahnenforschung zur Familie Früchtning habe ich kürzlich zwei weitere archivalische Quellen zur Einsicht angefordert. Beide Akten versprechen neue Erkenntnisse zur regionalen Verortung und zu den Lebensumständen einzelner Familienmitglieder im 19. Jahrhundert.

📁 Akte 1 – Schleswig-Holstein

Archiv: Landesarchiv Schleswig-Holstein (LASH)

Signatur: LASH, Abt. 260, Nr. 16583

Laufzeit: 1826

Inhalt (Kurzbeschreibung):

Die Akte betrifft einen Vorgang im Zusammenhang mit einem Arbeitsmann Fr. Früchtning aus Malente sowie weiteren Personen aus Liensfeld und Fissau. Inhaltlich geht es um eine behördlich behandelte Angelegenheit, die Rückschlüsse auf den Aufenthaltsort und die Lebensumstände eines frühen Vertreters der Familie Früchtning in der Region Holstein zulässt.

📁 Akte 2 – Niedersachsen

Archiv: Niedersächsisches Landesarchiv, Standort Oldenburg (NLA OL)

Signatur: NLA OL, Best. 51, Best. 53 Nr. 425

Laufzeit: 1848

Titel: Stellvertretungskontrakt

Beteiligte Personen:

Carl Friedrich Früchtning, Neudorf

• Johann Heinrich Habe, Calveslage

Diese Akte dokumentiert einen

Stellvertretungsvertrag und belegt eine geschäftliche bzw. berufliche Tätigkeit von

Carl Friedrich Früchtning im oldenburgischen Raum. Sie ist besonders bedeutsam, da sie einen weiteren

regionalen Bezug der Familie Früchtning nach Niedersachsen herstellt und die überregionale Mobilität der Familie im 19. Jahrhundert unterstreicht.

Nach Auswertung der Akteninhalte werden die Ergebnisse – sofern relevant – in die bestehenden Familienlinien eingeordnet und hier dokumentiert.

Möglicher Forschungsbaustein – Familie Ehrlich

Seit längerer Zeit suche ich nach den Eltern meiner Urgroßmutter Gertrud Agnes Thießen,

geboren 1910, verstorben 1963, Mutter meines Großvaters Hans Adolf Früchtning.

Die Daten des Vaters sind bekannt:

Ludwig Otto Karl Thießen, geboren 1870, verstorben 1910.

Als Name der Mutter ist in den vorhandenen Unterlagen lediglich Gertrud Ehrlich vermerkt.

Weitere Angaben (Geburtsdatum, Sterbedatum, Herkunft oder Eltern) lagen bislang nicht vor.

Im Rahmen der weiteren Recherche fand ich nun einen möglichen Hinweis im Sterberegister der Stadt Kiel:

Dort ist eine Gertrud Sara Lublow, geboren Ehrlich, verstorben 1942, verzeichnet.

Da in historischen Urkunden häufig nur ein Rufname angegeben wird – in anderen Fällen jedoch mehrere Vornamen vollständig ausgeschrieben sind –, besteht die Möglichkeit, dass Gertrud Sara Lublow, geb. Ehrlich, mit der gesuchten Gertrud Ehrlich identisch ist.

Diese These wird dadurch gestützt, dass ihr erster Ehemann Ludwig Otto Karl Thießen im Jahr 1910, kurz nach der Geburt der gemeinsamen Tochter, verstarb.

Gertrud Ehrlich wäre zu diesem Zeitpunkt etwa 30 Jahre alt gewesen, sodass eine spätere Wiederverheiratung zeitlich sehr gut möglich erscheint.

Zur weiteren Klärung habe ich daher die Sterbeurkunde von Gertrud Sara Lublow (1942) beantragt.

Diese sollte Aufschluss darüber geben, ob sie als Witwe Thießen geführt wird oder weitere Hinweise auf ihre familiären Verhältnisse enthält.

Schwere Kuppelei

Heute bin ich in meiner genealogischen Forschung ein großes Stück weitergekommen – und wieder zeigt sich, wie erstaunlich und komplex Familiengeschichte sein kann.

Ich habe mir erneut eine Akte aus der ehemaligen Irrenanstalt Schleswig angesehen. Sie betrifft Christine Therese Maria Früchtning, geboren 1889.

In dieser Akte findet sich der bemerkenswerte Vermerk:

Mutter ist Tochter der Schwester des Vaters ihres Ehemanns.

Christine Therese Maria Früchtning – Akte


Diese Formulierung ließ mich aufhorchen, sodass ich den familiären Zusammenhang genauer überprüft habe.

Der Stammbaum im Überblick

Christine Therese Maria Früchtning

Vater: Heinrich Früchtning

Mutter: Elisabeth Christine Wichmann

Eltern von Elisabeth Christine Wichmann

Mutter: Christine Margarethe Früchtning

Vater: Hans Heinrich Wichmann

Eltern von Heinrich Früchtning

Vater: Heinrich Christoph Ludwig Früchtning

Mutter: Elisabeth Katharina Thieding

Nach genauer Prüfung stellte sich heraus:

Christine Margarethe Früchtning war die Schwester von Heinrich Christoph Ludwig Früchtning.

Damit ergibt sich folgendes Bild:

Das Kind von Heinrich Christoph Ludwig Früchtning und das Kind seiner Schwester Christine Margarethe Früchtning

heirateten später einander und bekamen gemeinsam Kinder.

Einordnung

Diese Konstellation erklärt rückblickend sowohl den Vermerk in der Anstaltsakte als auch frühere Hinweise auf den Tatbestand der „schweren Kuppelei“, wie er in zeitgenössischen Akten und Berichten erwähnt wird.

Solche Verbindungen waren im 19. Jahrhundert rechtlich, kirchlich und gesellschaftlich hoch problematisch und wurden häufig erst Jahre später in medizinischen oder behördlichen Unterlagen offen benannt.

Für meine Forschung ist diese Entdeckung ein wichtiger Schlüssel, um frühere Akten, Zeitungsberichte und familiäre Brüche besser einordnen zu können.

Zwei bislang unbekannte Namen mit möglicher Verbindung zur Linie Früchtning

Heute bin ich auf einen Kirchbucheintrag gestoßen, der zwei mir bislang unbekannte Namen mit einer möglichen Verbindung zur Familie Früchtning enthält.

Es handelt sich um Robert Adolf August Kramer, geboren am 01.10.1920 in Kiel-Gaarden.

Als Eltern werden genannt:

Adolf Reinhold Kramer und Dora Johanna Kramer, geb. Früchtning, ebenfalls aus Kiel-Gaarden

Der Familienname Früchtning ist äußerst selten. Daher gehe ich auch in diesem Fall von einer möglichen familiären Verbindung aus.

Eine naheliegende Vermutung ist, dass Dora Johanna Früchtning ein weiteres Kind von Heinrich Früchtning und Elisabeth Christine Wichmann sein könnte. Nachweislich hatte dieses Ehepaar mindestens sechs Kinder. Vom zeitlichen Rahmen her würde dies gut passen.

Um diese Vermutung zu überprüfen, habe ich die Geburtsurkunde von Robert Adolf August Kramer beantragt.

Mit etwas Glück enthält der Geburtsregistereintrag einen Randvermerk zur Eheschließung der Eltern. Darüber ließe sich wiederum das Geburtsdatum von Dora Johanna Früchtning ermitteln und anschließend ihre eigene Geburtsurkunde beantragen.

So kann sich diese Verbindung entweder bestätigen – oder auch eindeutig ausschließen.

Kirchbucheintrag

Durchbruch in der Früchtning-Linie

Bereits im letzten Jahr konnte ich Kontakt zu jemandem herstellen, der sich ebenfalls mit seiner Familie beschäftigt hatte.

Er kannte lediglich den Namen seines Großvaters – darüber hinaus endete die familiäre Überlieferung.

Im Zuge meiner Recherchen gelang es mir, diese Linie vollständig zu rekonstruieren:

Heinrich Früchtning, geboren 1868 in Altona (Hamburg) → Maximilian Heinrich Friedrich FrüchtningJohann Martin Willi Früchtning → bis hin zum heute lebenden Nachfahren Artur F. Und seinem Sohn Swen L.

Heinrich Früchtning ist mein Ur-Ur-Großvater.

Damit ist Maximilian Heinrich Friedrich Früchtning der Bruder meines Ur-Großvaters:

William Kornelius Gustav Früchtning.

Besonders spannend:

Der Vater von Swen lebt noch. Es besteht daher die Möglichkeit, dass er weitere – bislang mir unbekannte – lebende Verwandte aus diesem Zweig der Familie Früchtning kennt.

Solche Funde zeigen immer wieder, wie lebendig Ahnenforschung sein kann – und dass sich selbst nach mehreren Generationen noch neue familiäre Verbindungen ergeben.

Neue Erkenntnisse zu meinem Halbbruder – jetzt wird es wirklich verrückt 😅

In meiner Ahnenforschung gibt es neue Hinweise, die zunächst kaum zu glauben sind.

Mein Ururgroßvater Rolf Rathje, geboren 1867, hatte mindestens zwei Kinder:

Maria Wieben, geborene Rathje, geboren 1893 in Ellingstedt (Schleswig-Holstein) – meine Großmutter

Heinrich Rathje, geboren 1898 in Kurburg (Schleswig-Holstein) – ihr Bruder

Nun zeigt sich eine mögliche weitere Verbindung:

Die Großmutter väterlicherseits meines Halbbruders hieß

Anna-Margarete Katharina Pinn, geborene Rathje, geboren 1925.

Die bisherigen Indizien deuten darauf hin, dass mein Halbbruder und ich nicht nur über unsere gemeinsame Mutter verwandt sind, sondern auch über unsere Väter.

Beide väterlichen Linien könnten mehrere Generationen zurück denselben Vorfahren – Rolf Rathje – haben.

Der nächste entscheidende Schritt ist nun, den Geburtsort der Großmutter meines Halbbruders eindeutig zu klären.

Sobald dieser feststeht, wird die entsprechende Geburtsurkunde beantragt, um die Vermutung genealogisch zu bestätigen oder auszuschließen.

Fortsetzung folgt …

Heute erhielt ich einen Brief vom Einwohnermeldeamt Neubrandenburg

Zuvor hatte ich im Telefonbuch einen Eintrag zu Lydia Früchtning entdeckt und gehofft, dass sie möglicherweise noch lebt.

Leider bestätigte mir das Einwohnermeldeamt, Neubrandenburg dass Lydia Früchtning bereits verstorben ist – eine weitere Spur, die sich damit schließt.

Aktuell warte ich nun auf eine Auskunft aus Hamburg zu Karl-Heinz Früchtning (geb. 1930 In Hamburg), dem Halbbruder meines Großvaters Hans-Adolf Früchtning (geb. 1938 in Kiel). 

Interessant ist dabei, dass beide ursprünglich den Nachnamen Thießen trugen und erst später – durch die Heirat ihrer Mutter – den Namen Früchtning annahmen.

Auch wenn nicht jede Anfrage zum Erfolg führt, bringt jede Antwort neue Klarheit.

Heute erhielt ich die Geburtsurkunde von Annemarie Wieben, geboren 1919,…..

…….und sie brachte einen echten Durchbruch in meiner Forschung der Familie Wieben.

Die Urkunde bestätigt eindeutig, dass die Eltern meines Großvaters Johannes Heinrich Wieben (1926) tatsächlich Johannes Heinrich Wieben (geb. 1885) und Maria Rathje (geb. 1893) sind.

Damit ist die direkte Verbindung meiner eigenen Wieben-Linie offiziell belegt.

Besonders spannend:

Annemarie Wieben heiratete später Peter Wilhelm Fürst (geb. 1920).

Über diese Linie wusste ich bislang überhaupt nichts. Jetzt eröffnet sich ein völlig neuer Familienzweig, den ich weiter erforschen werde.

Dieser Fund ist für mich ein großer Schritt, denn der komplette Geschwisterteil meines Großvaters war mir bisher unbekannt. Mit Annemarie Wieben habe ich nun erstmals einen klaren Anknüpfungspunkt – und möglicherweise folgen weitere Geschwister und Nachfahren.

Mögliche Schwester meines Großvaters entdeckt

Heute bin ich auf MyHeritage auf eine interessante Spur gestoßen:

Ich habe einen DNA-Match mit einer Person namens Carina Jensen. In ihrem Stammbaum taucht eine Frau Annemarie Wieben (25.11.1919 in Ellingstedt, † 18.12.2002) auf.

Als Eltern werden dort lediglich „Vater Wieben“ und „Mutter Ratje“ angegeben – ohne weitere Daten.

Warum das so wichtig sein könnte:

Mein eigener Großvater Johannes Hinrich Wieben

(20.07.1926 in Schuby – nur ca. 8–10 km von Ellingstedt entfernt)

hatte als Eltern:

Vater: Johannes Hinrich Wieben, geb. 1885 Mutter: Maria Rathje, geb. 1893 (nicht „Ratje“ – aber der Name ist nahezu identisch)

Die Nähe der Orte SchubyEllingstedt, die identischen Nachnamen Wieben + Rathje/Ratje und das passende Zeitfenster machen es sehr wahrscheinlich, dass Annemarie Wieben (1919) eine Schwester meines Großvaters (1926) gewesen sein könnte.

Da Ellingstedt und Schuby heute sogar der gleichen Verwaltungsgemeinde (Amt Arensharde) angehören, ist die Verbindung noch plausibler.

Um diese mögliche Geschwisterbeziehung zu bestätigen, habe ich heute beim Standesamt

eine Anfrage zur Geburtsurkunde von Annemarie Wieben gestellt.

Aufgrund der 110-Jahre-Frist ist die Urkunde noch nicht im Archiv, aber mein berechtigtes Interesse (genealogische Forschung + DNA-Match) könnte eine Auskunft dennoch ermöglichen.

Nun heißt es abwarten – vielleicht löst sich damit ein großes Puzzleteil unserer Familiengeschichte.

Leider habe ich eine Absage erhalten.

Finn Schamerowski von der KN hat sich bei mir gemeldet und mir erklärt, dass sich Frau Ehrlich nicht in der Lage fühlt, mir Auskunft zu geben.

Andere noch vorhandene Verwandte sind nur entfernt verwandt und können daher ebenfalls nicht weiterhelfen – und haben kein Interesse an einem Austausch.

Das ist natürlich zu respektieren.

Aber die Suche geht weiter…

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