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Eheurkunde von Dora Johanna Früchtning

Bereits gestern traf die Eheurkunde von Dora Johanna Kramer, geb. Früchtning ein. (Mutter von Robert Adolf August Kramer.) Leider hatte ich bei meiner Anfrage nach der Heiratsurkunde gefragt und nicht nach dem vollständigen Eheregistereintrag, wodurch die enthaltenen Informationen etwas begrenzt sind.

Als Eltern werden in der Urkunde genannt:

  • Johanna Elisabeth Früchtning, geborene Kroll
  • Friedrich Christian Früchtning

Weitere Angaben, etwa zu Geburtsdaten oder Geburtsorten, sind in der Urkunde leider nicht enthalten.

Eine direkte Verbindung zu meiner eigenen Familie Früchtning konnte ich bislang noch nicht nachweisen. Da Dora Johanna Früchtning 1881 geboren wurde, dürften ihre Eltern vermutlich um 1850 herum geboren sein.

Als letzter Wohnort wird Heidholm angegeben, also weiterhin im Raum Schleswig-Holstein. Daher gehe ich aktuell noch davon aus, dass möglicherweise eine Verbindung zu meiner eigenen Linie bestehen könnte.

Die Verbindung zu Heinrich Früchtning und seiner Ehefrau Elisabeth Christine Wichmmann konnte nicht bestätigt werden.

Interessant ist zudem die Schreibweise des Nachnamens in der Urkunde: Dort wird der Name „Früchting“ geschrieben. Diese abweichende Schreibweise ist jedoch in historischen Dokumenten nicht ungewöhnlich und kommt bei meinen Recherchen häufiger vor. Sie hat daher zunächst keine besondere Bedeutung.

Um weitere Informationen zu erhalten, habe ich nun das vollständige Eheregister zur Ehe von 1902 angefordert.

Möglicherweise finden sich im zweiten Teil des Registereintrags zusätzliche Angaben, etwa zu den Geburtsdaten, oder eventuell sogar Hinweise auf deren Heirat.

Diese Informationen könnten einen wichtigen Schritt darstellen, um die Linie weiter zurückzuverfolgen.

Hier geht es zum:

Ein Zeitungsartikel, eine Ehe, drei Schreibweisen – und vier Generationen später

Heute habe ich wieder einmal nach dem Nachnamen Früchtning gegoogelt – und bin dabei auf einen spannenden Zeitungsartikel gestoßen.

Darin berichteten Ernst Dawartz und seine Ehefrau (gebürtige Früchtning) von der Verlobung ihrer Tochter Olga Dawartz mit Johannes Schröder in Hamburg.

Zeitungsartikel

Mehr Informationen hatte ich zu diesem Zeitpunkt nicht. Also begann ich zunächst mit der Suche nach Ernst Dawartz – dem Vater der Braut.


Der erste Treffer:

Ich fand den entsprechenden Eheeintrag aus dem Jahr 1867.

Eheeintrag im Kirchbuch

Nun hatte ich vollständige Namen:

Ernst Thomas Dawartz, geboren 1844

Christiane Christine Dorothea Früchtning, geboren 1837


Drei Schreibweisen – eine Person

Im Kirchbucheintrag zur Ehe wurde der Name sogar als

Früchting

eingetragen.

Damit hatte ich ein und dieselbe Person mit drei unterschiedlichen Schreibweisen:

• Früchtning

• Früchtening

Früchting

Ein Paradebeispiel dafür, dass längere Nachnamen früher häufig nach Gehör geschrieben wurden – und eine einheitliche Rechtschreibung keineswegs selbstverständlich war.


Zusätzlich fand ich die Geburtsurkunde eines Sohnes:

Geburtsurkunde: Max Willibald Dawartz

Max Willibald Dawartz, geboren 1877

Dort wird die Mutter als

Christiane Christine Dorothea Früchtening

bezeichnet.

Diese Schreibweise war mir zunächst fremd – ließ sich jedoch eindeutig ihren Eltern zuordnen:

Christian Friedrich Früchtning, geb. 1797

Anna Engel Früchtning, geb. Braasch, geb. 1799


Eine Generation weiter

Nun ging ich eine Generation weiter und suchte nach:

• Olga Dawartz

• Johannes Schröder

Einen direkten Eheeintrag konnte ich zunächst nicht finden – jedoch eine Geburtsurkunde von:

Max Adolf Schröder

Geburtsurkunde: Max Adolf Schröder

Die Eltern:

Olga Sophie Christine Elisabeth Wilhelmine Schröder, geb. Dawartz

Johannes Friedrich Joachim Schröder

Es handelt sich eindeutig um das Ehepaar, das sich laut Zeitungsartikel verlobt hatte.

Obendrauf fand ich sogar ein Denkmal bzw. einen Familiengrabstein der Familie.

Grabstein Familie: Dawartz/Schröder/Jähn


Fazit

Dieser Fund zeigt erneut:

• Wie wertvoll Zeitungsartikel in der Ahnenforschung sind

• Wie stark Nachnamen früher variieren konnten

• Und wie wichtig es ist, nicht starr nach nur einer Schreibweise zu suchen

Ein Zeitungsartikel führte über eine Ehe zu drei verschiedenen Schreibvarianten – und ließ sich vier Generationen weiter nachvollziehen.

Genau solche Beispiele machen genealogische Forschung lebendig.